Der elfte Dezember ist es wert ganz genau betrachtet zu werden, denn er birgt essentielle Möglichkeiten in sich. Egal was dieser Tag heute von uns fordert, egal was heute auf unserer Agenda steht, machen wir uns bewusst wir können heute einen entscheidenden Schritt machen. Einen Schritt in unserer Entwicklung, einen Schritt auf jemand anderen zu, einen entscheidenden Schritt in einer Situation, den Schritt in einem Problemfall der zur Lösung werden kann. Warum das so ist?
Weil der elfte Dezember als Torweg Tag anerkannt ist. Ein Torweg führt uns, wie der Name unschwer vermuten lässt, durch ein Tor in einen neuen Raum, in eine neue Welt, eine andere Dimension von etwas. Ein Tor zu durchschreiten ist ein wesentlicher Schritt, der Veränderung mit sich bringt. Erinnern wir uns an das Beziehungstor in unserem Herzensraum. Da gibt es die Seite vor dem Tor und die Seite hinter dem Tor. Das bedeutet, falls für Dich ein Schritt ansteht, vielleicht auch einer für den Du schon lange Anlauf nimmst, dann ist heute ein wirklich guter Tag den Schritt zu gehen.
Und! Dann ist heute noch der Welttag der Berge, der am 11. Dezember 2003 ins Leben gerufen wurde. Darin steckt ebenfalls ein unermessliches Potential. Wenn wir uns die Kraft, die Stärke, die Unverrückbarkeit eines Berges, vor Augen halten, die große Symbolik, die in jedem Berg verborgen liegt, wäre auch das ein wunderbares Tagesthema.
Ich habe jetzt eine ganze Zeit überlegt, welches Thema hinter diesem Türchen erscheinen darf. Und beide berühren mich so, dass ich mich nicht entscheiden kann. Deshalb wird das heute so ein großes zweiflügeliges Türchen mit mehr Inhalt. Du wählst Dir DEINE Tageslosung daraus aus oder vielleicht passen beide Themen gerade in Deinen Tag und letztlich bleibt uns auch die Möglichkeit den Berg mit dem Torweg zu verknüpfen. Dann ist heute ein Tag der eine Weiche stellt.
Ein tiefer Atemzug, alle Sinne auf "wach" gestellt und hinein in diesen
11. Dezember.
| Das elfte Türchen hält viel für uns bereit. Und wie so oft ereilt einen das Gefühl etwas zu verpassen oder zu verlieren, wenn wir nicht alles mitnehmen. An dieser Stelle noch einmal: Tiefes Atmen. Lass alle Erwartungen los. Wenn Du gleich weiterliest wird das, was für Dich wichtig ist, haften bleiben. Klammere Dich an nichts was heute nicht zu Dir gehört. Bereit? Ich möchte zunächst das Thema Berg aufgreifen. Die Berge sind ein wesentlicher Teil unseres Lebens hier im Stillachtal. Und ich habe mein Leben lang in Bergtälern gelebt, was eine tiefe Verbindung zur Bergwelt geschaffen hat. Dabei ist die Stabilität der Berge für mich eine unsagbar wertvolle Qualität, und das können wir auch für uns erlebbar machen. Dazu stellen wir uns ganz fest auf den Boden und holen uns das Bild eines Berges vor unser inneres Auge. Vielleicht ist es ein Dir bekannter Berg, vielleicht einer der sich Dir gerade ganz neu zeigt. Nimm diesen Berg wahr. Spüre seine Kraft, seinen Stand, der durch nichts zu erschüttern ist, seine Unverrückbarkeit. Atme diese Qualitäten tief in Dich ein und nimm wahr, wie auch Du immer mehr verankert wirst auf dem Boden. Wie diese Stabilität sich in Deinem Stand zeigt. Dies kann eine gute Übung vor Gesprächen oder Situationen sein, in denen wir uns unsicher fühlen. Sei wie ein Berg, klar und essentiell in seiner Ausstrahlung, standfest und überzeugt von Deiner Kraft. Ein weiteres Geschenk, das die Berge uns offerieren ist, dass sie uns die Möglichkeit bieten, die Perspektive zu verändern. Es gibt ja so Tage, oder manchmal auch Phasen, da fühlt sich unser persönliches Drama weltbeherrschend an. Das kann durchaus unsere ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen. Wenn Du an so einem Tag die Möglichkeit hast, begib Dich auf einen Berg. Steige ganz bewusst Schritt für Schritt diesen Berg hinauf. Der Berg kann auch ein Hügel oder eine Erhebung in Deiner Nähe sein. Wichtig ist dass Du einige Höhenmeter zwischen Dich und Dein Jammertal bringst (manchmal reicht es schon auf einen Stuhl zu steigen :-) ) und all das einmal von einer höheren Warte aus betrachtest. Dass Du wahrnimmst, wie nichtig manche Dinge werden auf dem Gipfel eines Berges. Du ahnst wieder wie viel Weite da ist, auch wenn wir diese im Tal unten nicht immer wahrnehmen. Du spürst wie sich auch Deine Inneres weitet und über den Gipfel hinaus wächst bis sich so manches relativiert. Und wir erkennen auf dem Berg oft auch besser, dass wir Teil dieses ganzen Gefüges sind, dass wir nicht allein, sondern all-eins sind. Also gönne Dir hin und wieder einen Perspektivenwechsel. Nicht zuletzt sind die Berge auch die Verbindung zwischen Himmel und Erde. Auf der einen Seite tief verwurzelt und eingegraben in die Erde, auf der anderen Seite, hat man an klaren Tagen, das Gefühl, die Berge berühren den Himmel. Auch das ist wohl der Antrieb vieler Bergsteiger dem Himmel ein Stückchen näher zu kommen, Grenzen zu überwinden, auch die eigenen. Und trotz aller Herrlichkeit dürfen wir uns auch immer daran erinnern, dass der Berg die Regeln macht und dass diese an einigen Punkten nicht verhandelbar sind. Dass es an uns ist, den Berg zu achten und ihn nicht zu missbrauchen. In früheren Zeiten galten die Bergmassive, als die Sitze der Götter, auch dieser alte Zauber wohnt ihnen noch inne. Und nicht zuletzt bedecken die Berge 24% der Erdoberfläche und sind darüber hinaus über riesige Kristalladern miteinander verbunden. Wir verneigen uns vor den Bergen in Dankbarkeit für ihr Sein und unsere Dankbarkeit erneuert sich täglich für unseren Platz inmitten der Berge. Für uns sind sie ein Symbol der Geborgenheit und das Wahrzeichen unserer Heimat. Spüre Du für Dich an diesem 11. Dezember einmal nach, was Dich mit den Bergen verbindet. Wo bist Du unverrückbar wie ein Berg? Und ist das gut oder ein Zeichen mangelnder Flexibilität? Wo befindest Du Dich zwischen Himmel und Erde? Vor welchem gedanklichen oder emotionalen Berg stehst DU gerade? Wo wäre ein Perspektivenwechsel heilsam? Vielleicht eröffnet sich für Dich noch etwas ganz anderes im Zusammenhang mit den Bergen. Und dann ist da ja noch der heutige Torweg Tag. Dieser Tag impliziert uns , dass sich Tore heute leichter öffnen lassen, ja dass es gewünscht ist Tore zu passieren. Früher hat man täglich Tore durchschritten. Tore wie Hoftore oder Stadttore. Für uns heute hat meist das Gartentor die größte Bedeutung. Dabei ist ein Tor etwas wirklich Prachtvolles. Wenn es ein Tor gibt dass DU heute im übertragenen Sinne durchschreiten möchtest, dann nutze die Energie dieses Tages, wage den Schritt. Vielleicht gilt es jemanden um Entschuldigung zu bitten oder es zu wagen ein Risiko einzugehen. Visualisiere das gerne für Dich. Setz Dich aufrecht an einen guten Platz. Wie immer gerne mit einer Kerze. Salbei oder Weihrauch wirken heute unterstützend (als Räucherwerk oder ätherisches Öl). Schließe die Augen und lasse Dein persönliches Tor vor Deinem inneren Auge auftauchen. Wie sieht das Tor aus? In welcher Umgebung befindet es sich? Steht es für Dich an das Tor zu durchschreiten? Steht das Tor bereits offen oder ist es an Dir das Tor zu öffnen? Was ist vor dem Tor, was dahinter? Was beflügelt Dich durch das Tor zu gehen oder was hält Dich zurück? Wo hat das Tor einen Bezug zu Deinem Leben, zu Dir? Lass all das auf Dich wirken, nimm Dir Zeit dafür. Was erzählt Dir Dein innerliches Torszenario? Komm mit tiefem Ein- und Austamen wieder zurück auf Deinen Stuhl, spüre Deine Füße auf dem Boden, nimm den Schein der Kerze wahr. Vielleicht weißt Du danach was es für Dich zu tun gibt, oder nicht. Wenn es diffus bleibt schreibe auf was Du erfahren hast oder male das innerliche Tor für Dich auf. Stelle wenn möglich heute Nacht eine Kerze ins Fenster, damit alle Wesen ihren Weg zum Tor finden. Sei heute besonders gut mit Dir und achte auf Zeichen, die Dich auf ein Tor hinweisen können. Wichtig ist noch dass dieser Torweg begleitet ist von liebevoller Energie. In diesem Sinne genießen wir diesen reichen Tag. Eure Gloria |





