Naturhof Stillachtal

Ayurveda = die Lehre vom Leben

im Hotel Naturhof Stillachtal in Oberstdorf

Ayurveda - mein persönlicher Einstieg in das Thema Körperarbeit
Ayurveda war mein persönlicher Einstieg in das Thema Körperarbeit und lange Zeit habe ich es intensiv verfolgt und auch im Naturhof angelegt. Dann kamen irgendwann weitere Themen hinzu, wie beispielsweise das Basenfasten und die explizite Ayurveda Arbeit rückte meinerseits etwas in den Hintergrund. Jedoch schwang und schwingt in vielem mit, einfach weil es sich in unserem Leben verankert hat.

Ayurveda betrachtet den Menschen als GANZES
Was ich immer schon sehr geschätzt habe ist die ayurvedische Sichtweise auf den Menschen. Zum einen, dass der Mensch als GANZES betrachtet wird, mit allen Ebenen, nicht nur der körperlichen oder den körperlichen Symptomen und zum anderen, dass jeder Mensch als Individuum mit eigenen Anlagen und folglich auch eigenen Bedürfnissen gesehen wird. Wirklich zu erforschen, was braucht es für den Einzelnen, erachte ich persönlich als das größte Geschenk und dieses Geschenk versuche ich nach wie vor im Naturhof mit Gästen und Kursteilnehmern zu teilen.

Ernährungslehre im Ayurveda - ein Heilmittel
Auch aus der Ernährungslehre im Ayurveda, das so vielseitig auf Wirkweisen eingeht und Ernährung als Heilmittel verkörpert, habe ich viel in mein Leben und in den Naturhof integriert.

Unser Küchenchef David hat eine komplexe Ayurveda Ausbildung

So ist es kein Zufall, dass unser Küchenchef David eine komplexe Ayurveda Ausbildung bei Andreas Schwarz, einem bekannten Ayurveda Ausbilder im Allgäu, absolviert hat und all dies in seiner wunderbaren Kulinarik in unserem Hotel in Oberstdorf mit Halbpension zum Tragen kommt. Ebenso in den Basenfasten Wochen. So werden hier gezielt Gewürze eingesetzt, die den Körper zu unterstützen und keine Zusammenstellung der Speisen ist zufällig. Vom unvergleichlichen Geschmackserlebnis, das die Naturhofküche dadurch bietet, einmal abgesehen.

Ayurvedische Ernährungsberatung

David bietet in diesem Zuge auch ayurvedische Ernährungsberatung an, bitte fragen Sie uns gerne danach. Es gibt auch immer wieder ayurvedische Seminarhighlights im Naturhof!

Herzlichst Ihre Gloria Thaumiller

Ayurveda in unseren Massagen und Körperbehandlungen

Auch unsere Körperbehandlungen und Massagenhaben ihren Ursprung in der ayurvedischen Tradition, was sich an der Individualität der Behandlungen unschwer erkennen lässt. Auch Veronika und Tina sind bei Andreas Schwarz, einem bekannten Ayurveda-Ausbilder und Seminarleiter im Allgäu, ausgebildet worden.

Und so fließt Ayurveda, die 'Lehre des Lebens' stets im Hintergrund im Leben in unserem Naturhof mit und zeigt sich in vielen Details und auch in alltäglichen Ritualen, so dass über die Zeit hinweg eine Art 'Allgäuveda' entstanden ist.


Wissenswerte Infos aus der ayurvedischen Ernährung

zusammengetragen von unserem Küchenchef David

Agni - das Verdauungsfeuer im Ayurveda

Es gibt zwei Arten von Verdauungsfeuer das eine Jat-Agni ist für die äussere Verdauung zuständig. Diese äussere Verdauung findet im Magen und Dünndarm statt.
Danach ist alles im Blutkreislauf und kommt zur Leber und in der Leber werden aus Materie (Nahrung) Atome gebildet, wie zum Beispiel Hautzellen, Muskelzellen ect. Für diese Umwandlung ist das But-Agni verantwortlich und diese hat 5 Unterarten von Gewebefeuer:

  • Akkasha Agni
  • Vata Agni
  • Tejas Agni
  • Appa  Agni
  • Pritivi Agni

 
Das Verdauungsfeuer kann vier verschiedene Formen haben:

  1. Tikshen Agni = zu starkes Feuer
  2. Mand Agni = zu schwaches Feuer
  3. Asham Agni = schwankendes Feuer
  4. Scham Agni = harmonisches Feuer 

 
Im Mund und im oberen Magen befindet sich die süsse Verdauung. Im unterem Bereich des Magens und im Dünndarm die saure Verdauung und im Dickdarm die scharfe Verdauung.
Wichtig: Versuche niemals ein schwaches Verdauungsfeuer zu einem starken Verdauungsfeuer zu machen! Oder umgekehrt, oder aus einem schwachen ein harmonisches Verdauungsfeuer!
 
Anzeichen für Agniproblematik:

  • Kannst du Hunger empfinden?
  • Durst?
  • Hautrötungen
  • Übelkeit
  • Trägheit, Müdigkeit
  • Blähungen, flüssiger Stuhl, zu fester Stuhl, übel riechender Stuhl, viel Toilettenpapier
  • Juckender Anus
  • Belegte Zunge
  • Brennende Augen....

Dies führt dazu, dass wir Unverdautes (Ama) ablagern und somit unsere Flüsse und Kanäle allmählich verstopfen.
 
Grundlegende Regeln um der Amabildung vorzubeugen:
 
Achte auf Kombinationen:

Unsere Grundnahrung sollte Gemüse, Obst und Fleisch sein und nur bedingt Getreide (Gräser). In der heutigen Zeit sollten 80% der Menschen sich von Fleisch und Gemüse ernähren und bedingt von Früchten, da sie Zucker enthalten. Getreide hat sehr viele Suchtstoffe, wie auch Zucker. Gesunde Ernährung bedeutet also: Getreide weg lassen!!! Zumindest wenn Du merkst, dass Du ein Problem damit hast, für eine gewisse Zeit auf Getreide und Zucker zu verzichten!
Körperliche Sucht = 3 Wochen sich allen Suchtstoffen entziehen
Emotionale Sucht = Entzug manchmal bis zum Tod
 
Die Lösung:
 
Ich-Findung... mache Dich emotional satt! Nähre den Bereich, den du sonst mit Nahrung betäubst. Finde die Schönheit des Seins! Finde Lust! Finde eine stille, satte Lust und keine aufgedrehte Lust! Finde deinen Frieden! In anderen Worten, finde deine Seele, deine Heimat, dein göttliches Sein! Finde ein verliebt sein! Wenn Du einst verliebt warst, dann weisst Du, dass Du da kaum Hunger verspürst, kaum die Zeit wahr nimmst und Du die Welt als vollkommen und als wunderschön betrachtest! Dies ist die Essenz und diese Essenz finde in allem was Du tust! Dies ist die Essenz, die man schmeckt, wenn es Dir gelingt, das Essen mit diesem Frieden und dieser Schönheit zu segnen.
 
Du bist ein Ayurveda Koch! Einer der die Weisheit des Ewigen ins Leben trägt!
 
Wenn dies nicht gelingt, so sollten wir zumindest versuchen, die körperlichen Voraussetzungen so zu gestalten, dass dein Geist, dein Bewusstsein immer feiner wird, immer sensibler und viel mehr das Leben körperlich zu empfinden, anstatt es sich zu erdenken. Wir fangen an, dieses Ursache und Wirkungsprinzip zu nehmen, emporzuheben und aufzulösen.
 
 
 
 

Die Geschmacksrichtungen im Ayurveda

  • süss: aufbauend und kühlend
  • herb/bitter: abbauend und kühlend
  • salzig: aufbauend und erhitzend
  • sauer: aufbauend, abbauend, erhitzend und kühlend
  • scharf: aufbauend und erhitzend


Der süsse Geschmack

fördert die Gewichtszunahme, vitalisiert, wirkt harntreibend und abführend. Negative Eigenschaften wären Übergewicht, Lymphknoten, Würmer und Diabetes.
 
Der herbe Geschmack
wirkt zusammenziehend und aufsaugend. Wirkt entzündungshemmend und fördert die Heilung. Harnbeschwerden, Trockenheit, Darmkontraktion, Nervenkrankheiten und Impotenz sind die Folgen einer Überdosis.

Der bittere Geschmack
fördert die Verdauung, regt den Appetit an, senkt Fieber und entgiftet den Körper. Zu viel davon greift das Nervensystem an, wirkt schwächend auf der emotionalen Ebene, führt zu Übelkeit und Trockenheit.

 

Der salzige Geschmack
wirkt appetitanregend, verdauungsfördernd, Auswurf fördernd und wirkt befeuchtend. Bei einen Übermaß führt der salzige Geschmack eher zu Trockenheit, graune Haaren, Hautkrankheiten und Impotenz.
 
Der saure Geschmack
wirkt appetitanregend, fördert die Verdauung und wirkt Windtreibend. Kann aber auch das Blut zerstören, Entzündungen und Schwellungen begünstigen, zu Sehstörungen führen, Übelkeit und Blutungen fördern.

Der scharfe Geschmack

wirkt appetitanregend, reinigend, tötet Würmer und führt zu Gewichtsreduktion. Zu viel führt zu Bewusstlosigkeit, Übelkeit, Hitze, Durst und Impotenz.
 

  • süss, sauer und salzig für dünne Menschen und für Kinder geeignet
  • bitter, herb, wirkt zusammenziehend und abbauend

Lebensmittel - ihre Bestandteile, ihre Wirkung und ihre Verdaulichkeit

Kohlehydrate: Getreide, Nudeln, Reis,...Energielieferant fürs Herz, Gehirn und Muskeln
 
Eiweiße: Milchprodukte, Fleisch, Hülsenfrüchte und Nüsse. Sie liefern den grössten Baustein für das Körperwachstum, die Reparatur und Erneuerung der Körperzellen.
 
Fette: Öle, Butter, Schokolade, Nüsse, Milchprodukte. Sie dienen als Brennstoff und sind für die Umwandlung zuständig.
 
Vitamine: Bestandteile von Reglerstoffen. Blut, Augen, Haut, Nerven und Knochen sind auf Vitamine angewiesen.
 
Mineralstoffe: Genau so wichtig wie Vitamine. Sie sind Bestandteil von zahlreichen Stoffwechselprozessen.

Sekundäre Pflanzenstoffe:Duft, Würze und Farben sind Schutzstoffe aus Gemüse und Obst. Grundsätzlich fördern diese die Gesundheit und stärken das Immunsystem.

Leicht verdauliche Nahrungsmittel:
Wurzelgemüse, Mangold, Fenchel, Auberginen, Zucchinis.
 
Schwer verdauliche Nahrungsmittel: Kohlsorten, dunkles grünes Gemüse: Erbsen, Spinat, Bohnen, Hülsenfrüchte, Gurken, Tomaten, Zwiebeln, Lauche, Salate, dunkles Fleisch, Eier, Milchprodukte, Getreide, Nüsse und Samen.
 
Wichtig: schwer verdaulich heisst nicht, dass es nicht gut ist und man diese Nahrungsmittel fortan meiden sollte.

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    Ayurveda

    im Hotel Naturhof Stillachtal in Oberstdorf

Ayurvedische Gewürzkunde und ihre Wirkung auf den Körper

Anis: kalt, kühlend, verdauungsfördernd, scharf und leicht. Macht schwere Speisen leicht verdaulicher und wirkt gegen Blähungen.Gleicht Vata aus, reduziert Pitta und Kapha
 


Bockshornklee: warm, leicht und bitter. Stärkt die Muskulatur. Reguliert Vata, reduziert Pitta und erhöht Kapha.

Ingwer: leicht, trocken und scharf. Verantwortlich für den Stoffwechsel, regt die Organe an und reguliert den Wasserhaushalt. Kann das Vata etwas stören, erhöht Pitta und reduziert Kapha.
 


Kardamom: süß, scharf, trocken, kalt. Nährt das Gehirn, verdünnt das Blut und tötet Bakterien. Ist appetitanregend und hilft bei Übelkeit. Beruhigt Vata, gleicht Pitta aus erhöht Kapha.

Kokos: kalt und süß. Viel Eiweiß, sehr gut verdaulich und das beste Öl überhaupt. Reguliert Vata und reduziert Pitta. Erhöht Kapha.

Koriandersamen: kühl, süß und leicht. Wirken blähungstreibend und harntreibend, regen den Appetit an, machen Wurzelgemüse und stärkehaltige Nahrungsmittel bekömmlicher. Harmonisieren Vata, reduzieren Pitta und gleichen Kapha aus.
 


Kreuzkümmel: scharf, heiß und trocken. Wirkt gegen Blähungen und ist Harntreibend. Gut gegen Hämorrhoiden. Reguliert Vata, erhöht Pitta und reduziert Kapha.


Muskat: bitter, scharf, zusammenziehend, heiß. Aphrodisierend, regt die Gallenproduktion an und ist gut bei Durchfall. Gleicht Vata und Pitta aus und erhöht Kapha.
 


Pfeffer: heiß und scharf. Regt den Stoffwechsel an und erhöht das Verdauungsfeuer. Gut bei Fieber, wirkt harntreibend. Reduziert Vata und Kapha und erhöht Pitta.

Safran: bitter und leicht. Entgiftet, entkrampft, wirkt aphrodisierend und ist gut bei Regelstörungen. Reduziert alle drei Doshas.


Salz: scharf und austrocknend. Ohne Salze aber keine verdauung. Salze immer wechseln, da alle verschiedene Spurenelemente haben. Erhöht Vata, Reduziert Kapha und gleicht das Pitta aus.

Zimt: scharf, süß, bitter, heiß und leicht. Zimt erhitzt den Körper von innen und fördert die Verdauung, besonders von Getreide. Herz anregend, entkrampfend, schleimlösend. Bei Schwangerschaft und Darmgeschwüren nicht im Übermaß genießen. Gleicht Vata aus, erhöht Pitta reduziert Kapha.

Honig erhitzt, Zucker kühlt, Palmzucker und Ahornsirup wirken neutral.

Sich ergänzende Nahrungsmittel und Gewürze

Weizen = Ingwer
Hafer = Senfsamen, Kümmel, Curcuma, Zimt
Reis = Pfeffer, Nelken, Öle, braten
Hülsenfrüchte = Knoblauch, Nelken, Pfeffer, Ingwer, Steinsalz, Paprika edelsüß, Chili
Gurken = gelbe Paprika
Tomaten = Curcuma, Bockshornkleesamen, Zitronensaft, Zucker,
Kartoffeln = Asafoetida, Ghee, Pfeffer
Kohlfamilie = Kümmel, Curcuma, Senfsamen, Sonnenblumenöl, Zimt
Blattspinat = Olivenöl, Zitronensaft

Zwiebeln = Salz, Zitronen, Senfsamen
Avocado = Curcuma, Zitronen, Chili, Knoblauch, Pfeffer
Käse = Pfeffer, Paprika, Cayenne Pfeffer
Bananen = Kardamom
Mango = Kardamom, Chili, Pfeffer
Melonen = Kokos, Koriander, Salz
Trockenfrüchte = einweichen und oder aufkochen
Nüsse = einweichen und oder aufkochen
Eis = Kardamom, Nelken

Ernährung und Ernährungskombinationen im Ayurveda

als therapeutischer Ansatz

Grundsätzlich gilt:
Ernährung kann dich nicht gesund machen oder heilen. Man kann nur anfangen, Dinge wegzulassen, die uns krank machen. Dinge, die für deinen Körper unverträglich sind, sollte man grundsätzlich meiden und nur Lebensmittel zu sich nehmen, die dich nähren. Natürlich können wir auch mit Gewürzen kochen und braten, also durch Veränderung der Struktur Lebensmittel verträglich machen.

Aber macht es Sinn, jeden Tag, Tag ein Tag aus, irgendwelche Tabletten zu sich zu nehmen?
Nichts anderes sind Gewürze! Gewürze sind im therapeutischen Aspekt nichts anderes als Medizin!
 
Tierische Lebensmittel: Fleisch, Milchprodukte und Eier

  • sollte man nicht untereinander mischen und jeweils Einzeln zu sich nehmen.
  • kann man kombinieren mit Blättern, Blüten, salzigen Früchten wie Zucchini, Auberginen, Paprika, sauren Früchten

Pflanzliche Nahrungsmittel: Wurzeln, Blätter, Früchte, Samen, Blüten

  • Wurzeln können untereinander beliebig gemischt werden und mit salzigen Früchten, Blüten und Blättern
  • Blätter sind mit allem kombinierbar, außer mit süßen Früchten
  • süße Früchte immer alleine verzehren
  • saure Früchte mit Fleisch, Blüten, Blättern kombinieren
  • salzige Früchte mit Fleisch, Blüten, Blättern, Samen, Milchprodukten und Eiern kombinieren
  • Samen mit Blüten, Blättern, salzigen Früchten, sauren Früchten kombinieren
  • Blüten sind mit allem kombinierbar

 
Fette und Öle gehen zu allen Nahrungsmitteln!
Rohkost: am besten nicht mischen!
 
Wichtig: Iß nicht, wenn Du traurig bist!

 

Kochkurse mit David