Naturhof Stillachtal

Der 20. Dezember - Bereite Dich vor

Suche das Licht nicht im Außen,

finde das Licht in Dir

und lass es aus Deinem Herzen strahlen.

Rumi

Ihr Lieben,

 das 20. Türchen ist heute gleichzeitig der vierte Advent und beide Daten setzen einen wichtigen Punkt auf unserem Weg hin zu Weihnachten. Jetzt beginnt quasi der Endspurt, aber ohne das Spurten, das einfach nicht in diese Zeit passt und in diesem Jahr schon gar nicht. Es ist wohl eher so, dass wir vom Hügel aus schon den heiligen Abend sehen und ihm von dort aus bewusst und gemächlich entgegen gehen. Für unsere heutige Etappe dürfen wir uns mit der Tradition des Weihnachtsbaumes/Christbaumes auseinandersetzen. hast Du Deinen Baum in der guten Stube bereits aufgestellt und geschmückt? Und hast Du Dich schon mal näher befasst mit all den Dingen, die schließlich am Baum hängen? In alten Zeiten war der 20. Dezember der Tag, an dem der Baum im Wald geschlagen und geholt wurde. Es war aus einer alten Überlieferung heraus der Tag, an dem die Wälder den Menschen einen ihrer Bäume anvertrauten. Natürlich können die wenigsten unter uns einfach in den Wald gehen und dort einen Baum mitnehmen heutzutage, aber wir können sofern noch nicht geschehen, den Baum an diesem Tag hereinholen und dem Baum danken, dass er diese Weihnachtstage mit uns teilt.

Wir hängen heute alles Mögliche an unsere Bäume, er soll glänzen und glitzern. Früher hatten die Menschen natürlich keine Glitzerkugeln und Glasvögelchen, stattdessen wurde der Baum mit Äpfeln und Nüssen geschmückt. Diese Gaben am grünen Tannenbaum symbolisierten den Dank für das vergangene Jahr,den Segen für die Gegenwart und sie dienten als Geschenk an den Weg der vor den Menschen lag. Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft wurden also mit dem Schmuck dieses Baumes geehrt. Später wurden die Äpfel dann vergoldet und schließlich von den Kugeln abgelöst, die heute noch in vielen Variationen an unseren Bäumen hängen. Die Kugel ist das Symbol für das neue Leben und für die Schöpfung selbst. Am Anfang war die Kugel, sie ist die Mutter aller Dinge. Sie hat keine Ecken und Kanten, kein Anfang und Ende. Die Kugel ist der Samen aus dem alles entsteht. Jede Kugel erhält durch ihre Farbe nochmal eine tiefere Bedeutung:

Gold: Segen und Weisheit

Silber: Intuition und innere Führung

Weiß: Reinigung und Reinheit

Orange: Lebensfreude und Kraft

Rot: Tatkraft und Energie

Gelb: Sonnenkraft und Licht

Rosa: Vertrauen und Herzöffnung

Blau: Schutz und Geborgenheit

Grün: Heilung und Gesundheit

Violett: Erlösung und Wandlung

Vielleicht betrachtest Du Deinen Christbaumschmuck jetzt ein wenig anders :-) Du kannst diese Kugeln aber auch meditativ für Dich nutzen. versuche es ruhig einmal. Spüre in Dich hinein, wie es Dir heute geht? Was fehlt Dir oder was möchtest Du loslassen? Fühlst Du Dich müde und schlapp oder erschöpft. Dann zieh Dich an einen ruhigen Ort zurück schließe Deine Augen und bitte eine rote Lichtkugel Dich einzuhüllen und Dir Energie zu spenden. Das kann man auch im Alltag machen.Wenn Du Dich zB angegriffen fühlst, dann stelle Dir eine blaue Lichtkugel um Dich herum vor und agiere mit diesem Schutz weiter. das funktioniert vielleicht am Anfang nicht immer gleich so, aber Du kannst das trainieren. Versuche es ruhig gleich einmal. Was brauchst Du gerade?

Ich möchte Euch an dieser Stelle auch noch einen kleinen Impuls zum 4. Advent schenken. Traditionell haben wir heute die 4. Kerze auf unserem Adventskranz entzündet und damit der heiligen Nacht, den Weg des Lichtes bereitet. So gehen wir heute durch den Advent, dass wir immer ein Licht mehr entzünden, bis hin zu den Kerzen des Christbaums. In alter Tradition war es umgekehrt. Man entzündete am ersten Advent alle 4 Kerzen und mit jedem Adventssonntag wurde eine Kerze ausgeblasen. So dass wir heute auch die 4. Kerze löschen würden und somit in der Dunkelheit das Licht erwarten, dass am heiligen Abend auf diese Welt kommt. Es ist aber auch die Dunkelheit, vor der kommenden nacht der Wintersonnwende, in der das Licht neu geboren wird. Dazu aber morgen mehr....

Für heute nimm die Dunkelheit wahr und die Erwartung auf das Licht. Spüre hinein in die Stille und die Magie dieser dunklen Momente und bereite Dich innerlich auf die Ankunft des Lichtes vor. Das Licht wird in der Dunkelheit geboren, so wie wir aus der Dunkelheit des Mutterleibs in die helle Welt geboren werden. Und diese Dunkelheit ist keineswegs bedrohlich, sie ist unsere Geborgenheit, unser Wachstum und und unsere Nahrung. Öffne Dich für die Kräfte dieser Weihnachtszeit und mach Dich bereit für lichtvolles Bewusstsein und Erneuerung in Dir.

Welch eine gesegnete Zeit, findest Du nicht auch?

Kommt gut behütet durch diesen besonderen Tag.

Eure Gloria

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