Naturhof Stillachtal

Der 10. Dezember - DU!

Liebe ist, dem anderen sein Anderssein zu gestatten...

 

Ihr Lieben,

das zehnte Türchen öffnen wir heute und vorab möchte ich Euch hier noch einmal an Eure Wunschliste mit den 100 Wünschen erinnern, auf dass diese sich bis in 10 Tagen gefüllt hat!

Für das heutige Türchen, wenden wir uns einem Thema zu, das uns eigentlich dauerbeschäftigt, und das trotzdem mitunter unsere größte Baustelle ist: Beziehungen. Ich möchte heute gar nicht so sehr auf die Liebesbeziehung mit einem Partner, einer Partnerin hinaus, sondern hier gerne einmal ALLE unsere Beziehungen ins Licht holen. Also, die zu Eltern und Kindern, zu Geschwistern und Verwandten. Dann natürlich die Beziehung zu Freunden und Bekannten, aber auch zu Kollegen, Vorgesetzten, Mitarbeitern. Und auch, wenn uns das nicht immer bewusst ist, stehen wir auch in Beziehung zu den Menschen, die sich mit uns eine S-Bahn teilen, mit dem Nachbarn, der immer so grimmig schaut, aber nie ein Wort sagt und auch mit der Kassiererin an der Supermarktkasse. Wenn wir nicht gerade auf einer einsamen Insel leben, treten wir den ganzen Tag über bewusst oder unbewusst in Beziehung. Und jede dieser Begegnungen hinterlässt Spuren in uns.

Es wäre schon allein ein spannendes Experiment sich mal zu notieren, wem man an einem Tag alles begegnet ist, und was diese Begegnung in uns bewegt oder ausgelöst hat. Ich möchte heute aber noch einen Schritt weiter gehen und dazu such Dir mal aktuell eine Person raus, zu der die Beziehung gerade oder schon länger oder schon gaaaaanz lange, nicht so harmonisch ist, oder vielleicht sogar so schlecht, dass Du den Kontakt zu eben dieser Person abgebrochen hast.Ich ahne, dass manch einer jetzt stöhnt und sagt "Oh ne, damit will ich mich jetzt nicht befassen, das hat mich schon so viel Energie gekostet und rührt all die alten Wunden und Verletzungen wieder auf, die darin beinhaltet sind. Dann nimm vielleicht nicht die tragischste Beziehung in Deinem Leben her, sondern eine, von der Du sagst, die würde ich gerne noch im alten Jahr klären. Eine Beziehung mit der Du Deinen Frieden machen möchtest, um ein Stück befreiter ins neue Jahr zu gehen.

Wenn Du diese eine Beziehung, die es noch zu klären gilt für Dich, definiert hast, nimm Dir heute mindestens eine halbe Stunde -besser eine ganze- Zeit, such Dir einen Lieblingsplatz,stell eine Kerze oder ein Teelicht auf und bewaffne Dich mit Schreibmaterial (mehrere bunte Stifte und Papier und ein Schreibstift) und einem Getränk dass Du magst. Wenn Du Dich so gut eingerichtet hast, verbinde Dich in Gedanken mit der Person, die Du ausgewählt hast, da können Erinnerungen auftauchen, entsprechende Gefühle und Bilder. Lass für einen Moment all das da sein, versuche da zu bleiben, auch wenn es unangenehm ist. Mach Dir in diesem Moment selbst das Geschenk das zu fühlen was da ist. es gibt hier kein richtig und falsch. Öffne Deine Augen wieder, wenn Du so weit bist und notiere Deine Gefühle, die Du gerade eben durchlebt hast. Wenn es Dir leichter fällt, male ein Bild, das diese Gefühle ausdrückt.

Dann schließe wieder die Augen und versuche einmal zu erkunden was die andere Person empfindet. Dazu müssen wir nur für diesen Moment, unsere Vorurteile und Bewertungen loslassen. Die haben wir ja schon in der Runde vorher gewürdigt und festgehalten,so dass wir sie nun für einen Moment loslassen können. Dann, erst dann, versetzen wir uns, so weit uns dies möglich ist in unser Gegenüber hinein. Wie fühlt sich diese andere Person wohl gerade? Was nehme im im Körper wahr? Und welche Gefühle tauchen auf. Vielleicht spürst Du auch nichts oder die Barriere ist noch zu undurchdringlich, dann ist das eben im Moment so. Auch das ist gut und zeigt etwas. Unabhängig davon, was Du wahrnimmst, notiere Dir was Du erlebt hast, bei der intensiven Auseinandersetzung mit der anderen Person oder male es. Wenn das geschehen ist, steh von Deinem Platz auf, mach einen Schritt nach vorn und schüttle all das ab, was nicht zu Dir gehört. Nimm noch einige tiefe Atemzüge bevor Du Dich wieder setzt.

Dann schau in dein Inneres, ob es da noch etwas gibt, was Du der anderen Person mitteilen möchtest. Wenn ja, schreibe eine Art Brief, ganz unzensiert, an diese Person. Drücke darin all das aus was Dir wichtig ist, halte nichts zurück. Schließlich spür noch einmal rein in diese Beziehung, spür noch einmal nach wie viel darin verborgen liegt und frage Dich ob es gut und sinnvoll für Dich ist den Unfrieden weiter in Dir zu tragen? Wenn die Antwort ja lautet, ist es noch nicht an der Zeit, dann bedanke Dich und verbrenne all das Notierte feierlich.

Wenn Du aber das Gefühl hast, es ist gut und ich möchte mit dieser Beziehung meinen Frieden machen, dann finde eine Geste und Worte um dies für Dich auszudrücken. Du kannst beispielsweise sagen"Liebe(r) XY, hier und jetzt schließe ich Frieden mit Dir und mit allen Anteilen unserer Beziehung. Ich lasse das Vergangene und meine Urteile los und öffne mich für eine friedliche Beziehung zu Dir" Finde aber ruhig Deine eigenen Worte dafür. Den Brief an XY kannst Du ebenfalls verbrennen oder ihn an XY absenden, wenn Dein gefühl sagt, dass das gut wäre. Damit beziehst Du XY mit ein in die Klärung und manchmal ist das wichtig. Manchmal aber können wir einfach für unseren eigenen Frieden sorgen, ohne den anderen zu involvieren und nicht selten erreicht dies auf wundersame Weise, dann auch XY, ohne dass wir dies je kommuniziert haben. DU entscheidest welcher Weg für Dich stimmt.

Generell können wir immer nur die Dinge in uns verändern, niemals beim anderen. Auch wenn wir den anderen gerne anders hätten oder es doch nur gut meinen, ist es nicht unser Job anderen Menschen ihren Weg vorzugeben. Wir können auch immer nur schauen,was hat all das mit MIR zu tun? Warum fühle ich mich zB immer wieder verraten? Was strahle ich aus, dass die Menschen immer wieder hier über meine Grenzen treten? Und wir können auch erkunden, was uns eine schwierige Beziehung hinterlassen hat. Wo hat sie mich auf einen anderen Weg geschubst oder welche Qualität in mir ist dadurch gewachsen?

Es ist ein Thema, dass so alt ist wie der Mensch und das sich noch endlos ausdehnen liesse :-) Für heute dürfen wir unendlich dankbar sein, wenn wir an einem Punkt in uns Frieden schaffen dürfen.

In verbundenheit

Eure Gloria

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