Naturhof Stillachtal

Bin ich sauer?

Genau das fragen wir uns sicher hin und wieder,oder!? Wie viele Gesichter "sauer sein" haben kann, damit beschäftigen wir uns heute einmal ausführlicher...

"Ich bin sauer", sagt der Volksmund so schön und beschreibt damit einen Zustand in dem wir uns unzufrieden, unglücklich, wütend, traurig, angespannt, verletzt und/oder missachtet fühlen. Und genau das löst eine wahrhaftige Säureflut in uns aus. Denn jeder Gefühlsmoment dieser Art, hat eine chemische Reaktion in unserem Körper zufolge. Studien weisen heute sehr deutlich nach, dass Stress und Gefühle, die diesen negativen Stress bewirken, Salzsäurereaktionen in unserem Körper auslösen. So wie zB Fleisch- und Wurstkonsum, beim Verstoffwechseln in unserem Körper Schwefelsäure produziert. Niemand von uns würde freiwillig mit Salz- oder Schwefelsäure hantieren, geschweige denn diese unserem Körper zuführen. Aber in dieser Form nehmen wir die Säurekonzentrationen in uns in Kauf. 

Und nicht selten ist dies ja ein kleiner Teufelskreis. nehmen wir mal an, wir kommen irgendwann am Tag in eine Situation, in der wir uns ärgern. Sei es über die Situation selbst oder über eine Person oder vielleicht auch über uns selbst. Das spielt zunächst mal für das was an chemischen Reaktionen in unserem Körper abläuft keine Rolle. Fakt ist, dass der Ärger mit einer entsprechenden Säurereaktion einhergeht, und jedes Mal wenn wir im Laufe des Tages wieder in den Ärger über das Ereignis rutschen, rufen wir die Situation erneut hervor und jedes Mal wenn wir anderen davon berichten. Und nicht selten trinken wir dann vor Ärger noch eine Tasse Kaffee mehr oder ein Glas Prosecco oder wir greifen zur Schokolade oder etwas anderem, was den Ärger für uns erträglicher macht. Das heißt wir legen noch eine Schippe Säure oben drauf! Ärgern uns dann vielleicht noch über unsere Disziplinlosigkeit und steigern den Säurepegel so weiter und weiter. Wir sehen also, wie schnell und schleichend es geht, dass unsere Säurebilanz stetig wächst und unser Körper immer mehr der Situation ausgesetzt ist, dass deutlich mehr Säure in unserem Körper wabert, als er ausleiten kann. Und da beginnt die eigentliche Problematik... denn an diesem Punkt muss unser Körper eigene Säuredeponien schaffen, die nach und nach zum Problem werden.

Aber wie erkennen wir, ob wir übersäuert sind? Es gibt bestimmte Merkmale an Haut, Haaren, Nägel, usw (beschrieben im Blog zuvor) und es gibt verschiedene Methoden die Säure zu messen. Allerdings gelten diese Methoden heute nur als bedingt aussagekräftig. Als sehr gängig kennen wir auch die Urinstreifen Tests aus dem Drogeriemarkt. Wenn Ihr dazu greift, ist es wichtig ein Säureprofil anzulegen, dh mal über 24 Stunden, alle 3-4 Stunden mit einem Streifen zu testen, dann bekommen wir eine ungefähre Ahnung vom Säurethema in unserem Körper. Allerdings da, wo das Hauptproblem sitzt, nämlich in unserem Gewebe, können wir es nicht wirklich messen.

Das ist ja auch so ein wenig unsere Art immer alles messen und exakt nachweisen zu wollen. Warum lassen wir an dieser Stelle nicht mal unsere Intuition messen? Wir nehmen uns mal eine gute halbe Stunde Zeit, in der wir möglichst ungestört bleiben und setzen oder legen uns bequem hin, oder machen einen entspannten Spaziergang um Zeit mit uns selbst zu verbringen. Und in diesen  plus/minus 30 Minuten lauschen wir einmal in uns hinein, wirklich mit der Frage bin ich sauer. Vielleicht erkennen wir dann schon in der ersten Minute, das große JA! das in uns auftaucht. Vielleicht benötigen wir ein wenig mehr Zeit um dem ehrlich auf die Spur zu kommen. Weitere Fragen, die uns einer Antwort entgegen führen könnten sein:

Fühle ich mich immer wieder oder immer mehr energielos und müde?

Bin ich schnell gereizt?

Fühle ich mich wie "aufgeschwemmt"?

Fühlen sich meine Zellen klar, gut versorgt und "aufgeräumt" an?

Lässt meine Leistungsfähigkeit (zB im Sport) immer mehr nach?

Habe ich Heißhungerattacken?

Ist mein Schlaf Kraft spendend oder fühle ich mich selbst nach ausreichend Schlaf wie gerädert?

Nehme ich diffuses Ziehen oder Schmerzen, va im Muskelbereich wahr?

Fühle ich mich überfordert?

Stehe ich häufig unter Zeitdruck?

Wo bewegt sich meine Gefühlslage? Eher bei ausgeglichen, ruhig, freudvoll, zufrieden? Oder eher, unzufrieden, ärgerlich, klagend, "opfervoll"?

Wie nehme ich mich in der Begegnung mit anderen Menschen wahr?

Ist jeder Morgen ein "Hurra, ein neuer Tag!" oder eher ein "Oh je, wieder ein Tag, an dem ich dies und jenes muss/sollte"?

 

Und wenn die allgemeine Lage, dann etwas klarer wird für uns, können wir auch das noch vertiefen und uns wieder eine gute Stunde hinsetzen und einmal ganz genau die Lebensmittel unter die Lupe nehmen, mit denen wir uns versorgen. Einfach einmal beobachtend notieren, das was uns ganz spontan in diesem Moment einfällt. ZB, ich trinke Kaffee, wenn ich mich müde fühle oder ich brauche nach dem Mittagessen etwas Süßes oder das Feierabendbier gehört für mich zur Entspannung. Wichtig ist, dass wir hier ganz ehrlich mit uns sind und dies ohne schlechtes Gewissen für uns selbst notieren. So wie ein interessierter Beobachter, der sagt "Aha, interessant, da ist das so...", ohne Bewertung oder Verurteilung. Spannend ist auch immer die Verbindung zwischen Lebensmittel und Gefühl. "Immer wenn ich mich hilflos fühle, hilft mir ein Stück Kuchen!", hat es einmal eine Teilnehmerin in einem Kurs formuliert und war selbst ganz überrascht davon.

Also ganz unabhängig von PH-Werten und Studien erforschen wir einmal unseren ganz eigenen Säuregrad. Trauen wir uns das ganz mutig zu!

Bist DU sauer?????

Nur Mut....

Eure Gloria

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