„Alles Gute zum Muttertag“

Kinder

Es ist ein Risiko – sagt die Vernunft.

Es ist eine Belastung – sagt die Erfahrung.

Es ist eine große Verantwortung – sagt die Vorsicht.

Es ist nichts als Sorge und Leid – sagt die Angst.

Es gibt kein größeres Glück – sagt die Liebe.

 

Joseph Rudyard Kipling

„Alles Gute zum Muttertag“ wird es heute in vielen Familien lauten und die Mamas dieser Welt werden gefeiert und geehrt … zu Recht! Aber was macht unser Muttersein aus ? Es sind ohne Frage unsere Kinder, die unser Muttersein wachsen und gedeihen lassen. Und aus diesem Grund lasst uns heute einmal auf die Kinder in unserem Leben schauen. Diese kleinen - oder inzwischen auch schon längst großen - Menschen in unserem Leben , die unsere wahrhaften und zumeist ehrlichsten Lehrmeister sind. Diese Menschen in unserem Leben, die nicht selten die zwiespältigsten Gefühle in uns wachrufen und die uns immer wieder auch unsere ureigenen Grenzen zeigen.

Wie Kipling es so schön komprimiert sagt, kann man voller Wut oder Sorge über ein Kind sein und gleichzeitig eine Liebe empfinden die unantastbar ist. Wir können uns die Haare raufen, uns fragen was wir falsch gemacht haben, wir können uns ohnmächtig, uns zuweilen sogar hilflos fühlen gegenüber unserem Kind und dennoch hinter all dem die einzigartige Liebe spüren, die auch bereit ist zu vergeben.

Dieselben Kinder , die uns so vertraut sind und denen wir schon an der Nasenspitze ansehen was in ihnen vor sich geht, erscheinen uns manchmal so fremd und weit weg von uns. Unser Kind , dieser Teil von uns selbst und dennoch ein vollkommen einzigartiges eigenes Wesen, dem wir den Weg in die Welt weisen. Und ist es nicht eine unwahrscheinlich verantwortungsvolle Aufgabe , einem Menschen diesen Weg zu zeigen, zu vermitteln? Braucht es nicht unwahrscheinlich viel Mut zu definieren welchen Weg wir vorangehen für dieses Kind? Vor allem da wir doch selbst manchmal so unsicher sind über unseren ganz eigenen Weg . Da erkennen wir dann spätestens dass das Mutter/Vater sein doch das immer noch größte Abenteuer unseres Lebens ist. Weil wir - trotz zahlreicher Ratgeber - nicht wirklich vorbereitet sind auf das was uns in diesem neuen Leben an unserer Seite begegnet und weil wir es doch trotzdem unbedingt gut und richtig machen wollen. Da lernen und erfahren wir bereits alles im Vorfeld über Vorsorge, über die richtige Ernährung, über Ausstattung und dass wir uns bereits am Besten mit der Geburt einen Kita Platz suchen. Aber niemand lehrt uns etwas über die emotionale Achterbahn in die wir bereits schon vor der Geburt dieses Kindes einsteigen.

Eigene Kinder bringen Dinge in uns zum Vorschein von denen wir bis dahin selbst nichts  !ahnten und die uns als Eltern manchmal erschrecken oder auch in Verzückung verfallen lassen. Wenn man spürt wie tief man lieben kann und wie kraftvoll man kämpfen kann für dieses hilflose Wesen, das uns da anvertraut wurde, überwältigt es einen manchmal einfach. Und genau für diese Tiefen und Abgründe in uns, die uns kein anderer Mensch so aufzeigen kann wie dieses unser Kind, dürfen wir DANKE sagen. Dass diese Kinder auch die Geduld und die Liebe haben mit uns verqueren und zuweilen doch recht komplizierten und verkopften Erwachsenen diesen gemeinsamen Wg zu gehen. Dass auch sie den Mut haben diese höchst komplexe Verbindung zu uns einzugehen, sich uns entgegen zu stellen auch wenn wir uns so übermächtig und allwissend und im Recht fühlen. Dass sie uns fordern und fördern und ein Lächeln von ihnen uns für alles entschädigt. Und DANKE für vieles mehr…. Schaut heute - oder jeden Tag - mal genau hin was ihr von Eurem Kind lernt. Was es Euch spiegelt, was es für Anteile lebt, die wir uns nicht zu leben trauen und welche tiefe Verbundenheit in dieser Beziehung steckt. Danke an die Kinder der Welt (egal wie alt sie sind)!

Herzlichst Gloria Thaumiller

PS: Weil mir und meiner Tochter Maximiliane dieses Thema so am Herzen liegt und es nie zu früh ist die Brücke zum eigenen Kind zu bauen hier unser ganz besonderes Mama-Special:

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