Den Körper heiligen...

„Gesundheit ist die Beziehung zwischen Dir und Deinem Körper.“ – Terri Guillements

In dieser vierten Rauhnacht wollen wir uns heute einmal ganz bewusst unserem Körper zuwenden, diesem wertvollen Gut, das in der Regel viel zu wenig Zuwendung von uns erhält. Meistens verlangen wir dass unser Körper einfach funktionieren soll. Er soll uns keine „Scherereien“ machen , nicht scherzen und keine Ausfälle haben, und dabei übersehen wir so oft welches Wunderwerk dieser Körper ist. Und wenn eben dieser Körper sprechen könnte würde er wohl nicht selten laut aufschreien und sich beschweren, über unseren Umgang mit ihm. Wir achten bei allen Maschinen und Geräten darauf, dass wir sie mit der entsprechend richtigen Energie versorgen, damit sie gut laufen können. So achten wir beispielsweise darauf ein Dieselfahrzeug nicht mit Benzin zu betanken und andersrum. Aber unserem Körper gönnen wir oft nur das Nötigste an Energie. Wir „füttern“ ihn nicht wirklich gut, wir haben zu wenig Schlaf und Bewegung, wir stressen ihn mit unseren negativen Gedanken und verlangen trotzdem dass er perfekt funktioniert.


Und selbst wenn er dann einmal in Form von Schmerz oder Krankheit „aufmuckt“ sehen wir nicht wirklich hin, sondern kleben ein Pflaster auf das Symptom und erwarten dass die Maschine „Körper“ jetzt wieder rund läuft. Wir puschen und trösten uns mit chemischer Unterstützung, weil dies oft vermeintlich einfacher ist, als sich mit dem auseinander zu setzen was unser Körper zeigt.


Heute schauen wir einmal ganz bewusst auf diesen Körper. Wir treten achtsam ein in diesen heiligen Tempel der uns geschenkt wurde und nehmen einmal dieses Geschenk als solches wahr und nicht als lästiges Anhängsel um das wir uns auch noch kümmern müssen. Wir erfahren in diesem Tempel wie geduldig und sanft und milde dieser Körper mit uns ist. Was er uns alles verziehen hat – wenn auch manchmal mit Kopfschütteln ob dem was wir da veranstalten – und was er alles ausbalanciert hat. Wo er dennoch fürsorglich für uns da war, anstatt in den Generalstreik zu treten. Ehrfürchtig dürfen wir erkennen dass dieser Körper, an dem wir so gut wie immer etwas auszusetzen haben, unser bester Freund ist. Dass er für uns da ist, nicht nur als Hülle in der wir wohnen, sondern als Messinstrument für unser ganzheitliches leben. Während wir ihn beschimpfen, weil er zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn, zu blond, zu dunkelhaarig, zu unproportioniert, zu wenig leistungsfähig usw ist, blickt er uns lächelnd aus dem Spiegel entgegen. Und dieser Freund hat es verdient, dass wir ihm einmal unsere ganze und ungeteilte Aufmerksamkeit schenken. Dass wir liebevoll zuhören , wenn er uns etwas mitteilt und dass wir voller Achtung vor diesem Wunder stehen, das unser Körper darstellt.


Dass wir ihn um Verzeihung bitten für unsere Härte und unsere Ungeduld und für die Versklavung, die wir ihm angetan haben. Dass wir ihn im wahrsten Sinne des Wortes endlich einmal in den Arm nehmen und unsere Dankbarkeit für sein Dasein zum Ausdruck bringen.


Und heute ist ein wundervoller Tag um damit zu beginnen diesen einzigartigen Körper zu ehren. Um voller Staunen wahrzunehmen wie feinsinnig und intelligent er alle Situationen meistert. Was für komplizierte Vorgänge alleine jetzt während des Lesens in uns ablaufen und wie viele Anteile perfekt aufeinander abgestimmt , ablaufen, damit das Lesen über die Augen ins Verstehen und ins Begreifen und ins Erfassen gelangt. Würde jemand eine auch nur annähernd so komplexe Maschine erfinden würde die Welt aufschreien voller Hochachtung, aber das uns dieses Wunder tagtäglich begleitet, schon bevor wir das Licht der Welt erblickten, nehmen wir nicht einmal zur Kenntnis.


Also, beginnen wir hier und jetzt hinzusehen, auch wenn das heißt dass wir uns erst einmal bewusst werden, wie viele Fehler und Vergehen hier unsererseits vorliegen. Das kann schmerzhaft sein, aber auch hier orientieren wir uns an diesem Körper der so wenig nachtragend ist. Gehen wir also in Kontakt mit diesem Körper und dafür dürfen wir uns richtig viel Zeit nehmen ! Zeit um uns hinzusetzen oder auch raus zu gehen um in Kontakt mit diesem Körper zu kommen. Um zu spüren, wie es ihm aktuell geht, wo Schmerz, Verspannung, Anspannung, Unwohlsein wohnt und um dann weiter zu gehen und zu hinterfragen wo und wie sind diese Druckpunkte in uns entstanden. Seid mutig und geht über medizinische Diagnosen hinaus in dieser Analyse. Fragt Euren Körper an welcher Stelle er eine Arthrose entwickelt hat und wo das Herz soviel Schmerz getragen hat, dass es einen Infarkt entwickelt hat. Dieser Körper kennt die Antwort und es liegt an uns, ob wir diese Antworten hören wollen. Es gilt vor allem gnädig mit uns zu sein, denn dann machen sich diese inneren Ohren auf und wir erhalten eine Chance für echte Veränderung.
Den Körper heiligen, in ihn hinein lauschen und auch das Unangenehme das zum Vorschein kommt annehmen und es nicht in die nächste Krankheit zu schieben, dafür braucht es unseren Mut. Und auch hier gilt es wieder sich ein Beispiel an unserem Körper zu nehmen, der sich mutig all dem stellt was wir ihm zumuten. Wir können heute eine Entscheidung treffen ob wir gegen das Wunderbarste was wir besitzen kämpfen und angehen möchten. Ob wir es vergiften und unter Druck setzen wollen oder ob wir dankbar das Friedensangebot dieses Körpers annehmen möchten um in ein gesundes Leben zu kommen. Diese Entscheidung liegt ganz in uns und bei uns und dieser geniale Körper den wir besitzen wartet nur auf unser JA zu ihm.


Es ist somit heute der Tag des Lauschens, des Innehaltens, des schmerzhaften Erkennens und vor allem des dankbar seins.


Unterstützend ist wie immer ein Räucherritual am besten vor dem zu Bett gehen. Bereiten Sie eine Schüssel mit Räucherwerk vor. Unbedingt an Weihrauch und Salbei zu Reinigung denken und erweitern mit dem was wir lieben, wie Rosen, Zimt, Tonka oder was auch immer. Wenn diese Mischung richtig gut Rauch entwickelt hat, stellen wir uns über diese Mischung und räuchern unsere Verfehlungen und unsere Unachtsamkeit im Bezug auf unseren Körper, bis wir richtig im Rauch stehen und der Rauch in jede Zelle unseres Körper dringt.


Wir heiligen unseren Körper… heute und ab heute in jeder Sekunde. Wir achten und ehren diesen Körper und mißbrauchen ihn nicht länger. Wir schätzen Krankheiten als Signale und Chancen und werden demütig gegenüber unserer Gesundheit. Wir erkennen das größte Geschenk das wir je erhalten haben, einen einzigartigen Körper.


Herzlichst Gloria Thaumiller

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